Food-Check: Radieschen

Juni 11, 2020

Pink, scharf und so gesund! Die kleine fein-scharfe Zutat kennt man vor allem hauchdünn geschnitten im Salat. Dabei können Radieschen weit mehr. Botanisch gesehen gehören sie zur Familie der Kreuzblütengewächse, sind also eigentlich Rettichexemplare in klein, rund und rot. Abhängig von der Sorte gibt es sie jedoch auch andersfarbig. Den Namen hat das Radieschen vom lateinischen Wort radix für Wurzel.

Die Herkunft des Radieschens ist unklar. Wilde Formen wurden in China und auch in Vorderasien gefunden. In Europa hat sich das mild-scharfe Knöllchen erst im 16. Jahrhundert etabliert. Zuerst verbreitete es sich langsam in der französischen Küche und später dann in ganz Europa. Heute werden Radieschen weltweit angebaut, sowohl im Treibhaus, wie auch im Freiland. Auch im eigenen Garten oder dem Balkon (in Töpfen) wächst die Wurzel bestens. Bereits etwa einen Monat nach der Aussaat können die ersten Radieschen geerntet werden. Länger als 6 Wochen sollten sie nicht in der Erde stecken, sonst verlieren sie den typisch scharfen Geschmack, werden holzig oder schwammig und platzen.

Mit nur gerade mal 14 kcal pro 100 g ist die Wurzel sehr kalorienarm und die vielen Ballaststoffe sorgen zusätzlich für ein Sättigungsgefühl. Radieschen enthalten vor allem Vitamin C. Je röter das Radieschen, desto mehr Vitamin C liefert es. Weiter enthält es kleine Mengen an Folsäure (B9) sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen.
Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten die Radieschen Senföle, die für den typischen scharfen Geschmack verantwortlich sind. Man sagt diesen sekundären Pflanzenstoffen eine antibakterielle und verdauungsfördernde Wirkung nach.
Das Radieschen ist ein typisches Frühlingsgemüse, wird aber das ganze Jahr in der Schweiz angebaut.

Verwendung:
Früher war es üblich, Radieschen nur roh zu verzehren, etwa als Einlage im Salat, als Topping auf einem Butterbrot oder als Apéro-Snack. Heute finden sie darüber hinaus auch gekocht, geschmort oder kurz im Wok gebraten Verwendung. Sie ergänzen sich im Geschmack auch ideal mit Früchten, z.B. als Radieschen-Erdbeer-Carpaccio oder Radieschen-Apfel-Tatar.

Aufbewahrung:
Radieschen sind frisch am besten. Ob sie frisch und knackig sind, erkennt man an den Blättern: Sind diese noch frisch und nicht lampig, sind es auch die Wurzeln. Vor der Aufbewahrung im Kühlschrank sollten die Blätter abgedreht werden, um Wasserverluste zu vermeiden

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